Fritz von Friedländer-Fuld wurde 1858 in Gleiwitz (Gliwice) geboren.
Er gilt als Begründer der oberschlesischen Koksindustrie in Zabrze.
Auf dem Gelände der Königin-Luise-Grube entstanden an den Schächten "Poremba" und "Skalley" die ersten modernen Koksereien, die neben Koks auch Ammoniak und Benzol produzierten. Darüber hinaus baute er mehrere Kohlengruben im Rybniker Steinkohlenrevier sowie
Anlagen der chemischen Industrie in Oberschlesien. Fritz von Friedländer-Fuld gründete mit Partnern die Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG, die er an die Börse brachte. Er gilt als Begründer der Braunkohlen- und Brikettindustrie in der
Niederlausitz. Grundlage seines Firmengeflechts war die Kohlengroßhandlung seines Vaters Emanuel. In der Hitliste der Vermögenden in Preußen kam Fritz von Friedländer-Fuld gleich nach dem Kaiser. Auf 46 Millionen Mark schätzten Zeitgenossen seinen Besitz. 1906 wurde er vom Kaiser geadelt. In Berlin besaß er auch unter anderem das Palais am Pariser Platz 5 A.
Fritz von Friedländer-Fuld ließ in Lanke einige Gebäude neu errichten.
Den achteckigen Pferdestall ließ er um 1895 gemeinsam mit dem Schweizer Häuschen (Kutscherhaus) nach Entwürfen des Berliner
Architekten William Müller als Ziegelbau mit Fachwerkverblendung erbauen. Er sollte etwa 12 Pferden Platz bieten. Der dazugehörige Anbau war Remise mit Futterboden. Neben dem Pferdestall sind der Eiskeller und eine Laube am Hellsee entstanden.
Der größte Teil der Gräflichen Redernschen Besitzungen, so auch die Herrschaft Lanke gelangten 1914 an die Stadt Berlin (Kaufpreis: 20 Millionen Mark). Fritz von Friedländer-Fuld blieb weiterhin Pächter. Er verzichtete auf sein Vorkaufsrecht, ließ sich aber vom Magistrat der Stadt Berlin das Wohnrecht und das Pachtverhältnis garantieren. Der Pachtvertrag belief sich auf 25 Jahre.
Fritz von Friedländer-Fuld bewohnte das Schloss Lanke bis zu seinem Tod im Jahr 1917. Danach ist es nur noch in den Sommermonaten von der Familie bis ins Jahr 1932 bewohnt worden. Am 4. März 1920 schloss die Tochter Marianne auf Schloss Lanke
ihre zweite Ehe und war später mit dem Frankfurter Bankier Rudolph de Goldschmidt-Rothschild verheiratet.
Es gibt Behauptungen älterer Bürger von Lanke die Familie von Friedländer-Fuld hätte aufgrund ihrer jüdischen Herkunft im Jahr 1932 aus Angst vor Konflikten Deutschland verlassen.
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